How to: TikTok

TikTok –
es wird Zeit!

Wir verraten euch, was TikTok ist und wie es funktioniert.

Vor allem mit Negativschlagzeilen macht sich TikTok gerade in den Medien einen Namen: sei es mit Zensur politisch kritischer Aussagen über China, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, oder der Reichweiteneingrenzung von behinderten Menschen. Doch was ist TikTok eigentlich und wie funktioniert es? Wir stellen die soziale Plattform vor:

Was ist TikTok?

Bis Sommer 2018 war TikTok noch als musical.ly bekannt, bis es von Bytedance aufgekauft wurde. Seitdem gehört es zu den am schnellsten wachsenden sozialen Plattformen überhaupt. Das Videoportal sticht vor allem mit einer Art Mini-Playback-Show hervor in der die User synchron singen. Dabei nehmen die User kurze Clips auf und unterlegen sie mit bekannten Songs oder Filmszenen – häufig wird dazu getanzt. Auch andere kurze Inhalte werden hier gespielt, aber immer mit Musik im Vordergrund. Heißt: gesprochen wird hier weniger. Die Videolänge ist meist auf 15 Sekunden limitiert. Hashtags können helfen, um auf sich aufmerksam zu machen und um bestimmte Zielgruppen anzusprechen.

Wer ist dort zu finden?

Vor allem die Generation Z, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurde, lässt sich auf TikTok finden. Der Großteil der Zielgruppe ist also nicht älter als 22 Jahre – und gehört damit zu einer wenig kaufkräftigen Gruppe.

Irgendwie ganz schön blöd, oder?

Das Gute an der jungen, kaum kaufkräftigen Zielgruppe: TikTok eignet sich hervorragend für den frühen Aufbau einer Verbindung zwischen Marke und User. Die Zielgruppe macht gerne bei Aktionen mit und verbreitet Inhalte dadurch schnell weiter. Eine gute Grundlage für User-Generated-Content!

TikTok macht vor allem dann Sinn, wenn Marken innovative und einzigartige Wege suchen, um auf sich aufmerksam zu machen. Auch wer seine Marke verjüngen will, ist hier richtig.

Wie nutze ich TikTok?

Neben „klassischen“ Anzeigen, die das soziale Medium ähnlich wie Facebook und Instagram bietet, finden sich auf TikTok auch viele neue Formate, um mit Usern zu interagieren. Wir haben euch die spannendsten Formate zusammengestellt:

Native Video Ads: Ein Videoformat, das 9 bis 15 Sekunden lang ist und sich direkt in den Feed integriert. Die Ads können vom Nutzer übersprungen werden – der Nutzer muss das Video also nicht zu Ende sehen, bevor er zum nächsten Inhalt geht. Deshalb müssen hier Relevanz und Kreativität besonders gut ausgearbeitet sein, damit die Zuschauer die Ad nicht einfach „skippen“.

Sponsored Lenses: Filter, die sich mit Hilfe von Augmented Reality an die Gesichtszüge des Nutzers anpassen und damit interagieren, je nachdem, welcher Gesichtsausdruck gemacht wird. „Sponsored Lenses“ sind nur für bis zu 10 Tage buchbar. Dieses Werbeformat hat sich TikTok von Snapchat abgeguckt, das durch seine Lenses erst richtig beliebt wurde.

Hashtag-Challenge: Eine Herausforderung, an der User teilnehmen können. Dabei fordern Nutzer, Anzeigen und meist auch Influencer zum Mitmachen auf. Eine bestimmte Aufgabe – meist ein Tanz – muss ausgeführt und unter einem bestimmten Hashtag auf dem eigenen Account gepostet werden. Dadurch erhalten Marken „User Generated Content“ und die Challenge verbreitet sich quasi automatisch.

Brand Take Over Ads: Die Anzeige wird direkt beim Öffnen der App angezeigt. Sie kann aus Gifs, Videos oder Bildern bestehen. Ein weiterführender Link leitet z. B. zur Landingpage der Kampagne. Die Anzeigen sind auch eine gute Ergänzung zu einer Hashtag-Challenge, da sie auf die Aktion über einen Link innerhalb der App verweisen können. „Brand Take Over Ads“ sind täglich buchbar, sodass die Marke nicht mit anderen Brands konkurrieren muss.

 

Fazit

Wer verkaufen will, ist hier an der falschen Adresse. Aber: Wer als Marke eine frühe Bindung zu möglichen (späteren) Kunden aufbauen will, kann hier mit etwas Arbeit, Kreativität und Zeit viel gewinnen. Dabei sollte man – wie bei jedem Kanal – immer die Wünsche der Zielgruppe im Auge behalten.