How to: Jodel

Jodel dich erfolgreich!

Seit seiner Gründung konnte Jodel einen rasanten Zuwachs mit Expansionen in mehrere europäische Ländern vorweisen. Vor allem für lokale Werber bieten sich interessante Anzeigenformate.

Was ist Jodel?

Der deutsche Social-Media-Kanal hat durch seine anonymisierten Beiträge – sogenannte Jodel – auf einer digitalen Pinnwand große Beliebtheit erfahren. Von lustigen Alltagsgeschichten, Ratgebern bis hin zu Beziehungskrisen ist das Themenspektrum der Plattform quasi unendlich.

Die Jodel sind ortsgebunden und werden nur Usern innerhalb eines Radius von zehn Kilometern ausgestrahlt. Während zunächst nur Beiträge in reiner Textform möglich waren, können inzwischen auch Bilder mit kurzem Kommentar oder auch Videos veröffentlicht werden. User vergeben für die jeweiligen Jodel sowohl Up- als auch Downvotes und kommentieren sie. Über unterschiedliche Channels können Beiträge zu bestimmten Themen wie Arbeit und Uni hochgeladen werden.

 

Und sonst so?

Unabhängig vom momentanen Standort kann auch die „Heimat-Funktion“ aktiviert werden. Diese ermöglicht dem User Beiträge an einem Ort zu sehen, obwohl er sich nicht dort befindet. Der Heimatort wird einmal festgelegt und kann dann nicht mehr geändert werden.

Um die User, auch Jodler genannt, unterwegs miteinander zu verbinden, gibt es den sogenannten „Traveler Feed“, über den man mit anderen Usern kommunizieren kann, die durch die gleichen Orte reisen.

Nach seiner Gründung im Oktober 2014 steigerte sich Jodels Userzahl rasant, so dass bereits ein Jahr nach Gründung eine Million Nutzer Teil der Community waren. Mittlerweile konnte das Unternehmen in verschiedene europäische Länder wie Norwegen und die Schweiz expandieren.

Photo by Vitor Ávilaon auf Unsplash

Wer ist dort zu finden?

Während Jodel ursprünglich nur für Studenten gedacht war, tummeln sich mittlerweile auch viele Azubis und Berufsanfänger auf der Plattform. Dennoch besteht der Großteil der Community aus Studenten mit einer Altersspanne zwischen 18 und 26 Jahren. Unternehmen finden hier eine sehr interessante Zielgruppe, mit hoher Bildung und einem potenziell hohen Einkommen – zumindest in der Zukunft. Damit haben Marken eine gute Basis, um eine erste Bindung aufzubauen oder sie zu festigen.

 

Wie nutze ich Jodel?

Anzeigen auf Jodel sind trotz Anonymität keine verschwendeten Ressourcen. Denn laut Gründer und CEO Alessio Avellan Borgmeyer können Nutzer trotzdem nach Alter, Geschlecht, Beruf und Standort erfasst werden. Die interessenbasierten Channels sind eine weitere Möglichkeit zur gezielten Ansprache.

Litfaßsäule: Mit der digitalen Litfaßsäule erhalten Unternehmen einen exklusiven Werbeplatz im lokalen Feed. In dem gebuchten Zeitraum wird dem User nur eine einzige Werbeanzeige in Form von Text, Bild oder Video angezeigt – und ist damit konkurrenzlos. Hier können Jodler aktiv durch Kommentare, Voting, Pinning oder Sharing eingebunden werden. Das lohnt sich vor allem, wenn lokale Aufmerksamkeit oder Performance gewünscht sind.

Jodel Display: Wer als Unternehmen auf seine Marke aufmerksam machen oder sein Branding verbessern möchte, kann auf den Jodel Display zurückgreifen. Das ist eine Anzeige, die beim Scrollen zwischen den Bild-Postings angezeigt wird und dadurch optisch an Instagrams Story Ads erinnert. Auch hier können Features wie Votings, Pinning und Sharing genutzt werden, um die Jodel Community einzubinden.

Da Jodel nur eine limitierte Anzahl von Werbeanzeigen pro Nutzer zeigt, wird Unternehmen eine exklusive Werbeplattform geboten. Außerdem soll es in Zukunft möglich sein, auch an fünfter Stelle im Jodel-Feed ausgespielt zu werden, solange die Litfaßsäule nicht besetzt ist. Ein weiterführender Link bringt die User dann zum Produkt, der eigenen Website oder oder oder…

Übrigens: User können die Werbung auch downvoten. Dann verschwindet die Anzeige und erscheint dem User nicht wieder. So stellt Jodel sicher, dass die Nutzer nur die Werbung konsumieren, die sie auch wirklich sehen wollen.

 

 

Good to know

Wer auf Jodel unterwegs ist, wird schnell merken, dass sich hier eine eigene Sprache entwickelt hat. Deswegen haben wir euch ein kleines Jodel – Deutsch / Deutsch – Jodel vorbereitet:

  • Manni: Die Bezeichnung eines Fahrers (oder auch Fahrerin) von öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Lisa aus Australien: Der Stereotyp einer jungen Frau, die wenige Monate in Australien gelebt hat und deren Weltsicht nun komplett erweitert wurde. Außerdem kann sie ihre Postings jetzt nur noch in Englisch verfassen –  für ihre „international friends“.
  • Leierkasten: Ein Bordell, das vor wenigen Jahren scherzhaft von Jodlern als Top-Restaurant in München empfohlen wurde. Tatsächlich fielen einige auf den Scherz rein.
  • OJ: Damit ist der Verfasser des Beitrags gemeint, der „Original Jodler“. Ein Adaption aus dem Internet von OP, dem Original Poster.
  • #jhj = Jodler hilft Jodler: Ein Hashtag, der immer dann verwendet wird, wenn die Community sich gegenseitig dazu aufruft, einander durch sinnvolle Kommentare zu helfen. Mittlerweile gibt es auch einen separaten Channel dafür.
  • #wudel: Ein Posting, in dem ein Jodler einmal ordentlich seine Wut über ein bestimmtes Thema ausspricht.
  • #paulaner: Die Bezeichnung ist abgeleitet von den berühmten „G’schichten aus dem Paulaner Garten“. Der Hashtag wird dann verwendet, wenn ein Jodel ganz offensichtlich erfunden ist.
  • #mhwmk: Bedeutet wörtlich übersetzt „Man hilft, wo man kann.“

 

Fazit

Vor allem lokale Unternehmen haben hier die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Da im Vergleich zu anderen Medien nur wenig Werbung ausgespielt wird, sind die User noch nicht so übersättigt wie beispielsweise auf Instagram und Co.. Dadurch bietet sich Marken die Chance auf eine erfolgreiche Werbung.