How to: Twitch

Werben im Live-Stream

Games, Wohnzimmer-Konzerte oder einfach mal gemeinsam unterhalten: Twitch bedient ein neues Live-Streaming-Format, indem Interaktion einen hohen Stellenwert hat. Das ist nicht nur für Nutzer interessant, sondern auch für Werber.

Was ist Twitch?

Ursprünglich war Twitch als Live-Streaming-Portal für Videospiele gedacht. Der Gedanke dahinter: Nutzer können Gamern hautnah beim Spielen zusehen und sich währenddessen im Live-Chat miteinander austauschen. Auf Kommentare und Fragen kann der Streamer direkt eingehen und diese im Stream beantworten.

Ein Potential, das auch in anderen Genres immer häufiger genutzt wird: Mittlerweile wird die Plattform nicht mehr nur für Gaming und E-Sport-Events, sondern auch für das Live-Streaming von Musik, Sport, analogen Hobbys oder einfach für einen öffentlichen Plausch genutzt. Bei den Wachstumspotentialen war es nur eine Frage der Zeit, bis einer der Internet-Riesen sich die Beliebtheit der Plattform zu Eigen machen wollte: 2014 akquirierte der US-Konzern Amazon die Plattform.

 

Wer ist dort zu finden?

Auf Twitch versammeln sich – nach eigenen Angaben – Menschen aus der ganzen Welt. Laut dem Live-Streaming-Dienst sind jeden Tag 1,7 Mio. Unique Users auf Twitch aktiv, über die Hälfte ist zwischen 18 und 34 Jahren und 14% zwischen 13 und 17 Jahren sind. Die Twitch-Community ist vorwiegend männlich, jung, kaufkräftig und immer natürlich digital unterwegs.

Wie nutze ich Twitch?

Neben Ads ist es – wie bei anderen Social-Media-Plattformen auch – möglich, mit einem Twitch-Influencer über einen Sponsored Stream zusammenzuarbeiten. Außerdem kann eine Marke Sponsor eines der vielen E-Sport-Events oder eines einzelnen Streamers werden. Geschaltete Anzeigen hingegen begegnen Nutzern an unterschiedlichen Orten, z.B. auf der Profilseite des Lieblingsgamers oder auf der Hauptseite.

Das beliebteste Ad-Format ist allerdings der Pre-Roll, also Anzeigen, die vor Beginn des Streams ausgespielt werden und nicht überspringbar sind. Auch Mid-Rolls werden häufig während des Live-Streams genutzt. Damit diese aber nicht zu ungünstigen Zeitpunkten laufen (z. B. wenn es gerade spannend ist), werden sie aktiv vom Streamer geschaltet. Mittlerweile wird dieses Format testweise auch von Twitch selbst gesteuert, also ohne dass der Streamer Kontrolle darüber hat. Zwar kann man den Stream durch das Bild-in-Bild weiter verfolgen, allerdings nur noch als kleines Fenster, was bisher bei der Community nicht so gut ankommt. Dafür gibt es aber noch einige andere Alternativen:

Cross Screen Video: Die bis zu 30 Sekunden langen, nicht überspringbaren Videos laufen vor (Pre-Rolls) oder während (Mid-Rolls) eines Live-Streams über Desktop, Handy und Tablet. Für Mid-Rolls sind auch 60 Sekunden möglich.

Homepage Carousel: Die Inhalte des eigenen Twitch-Kanals werden zentral auf der Twitch-Startseite zusammen mit dem Content anderer Kanäle als Carousel dargestellt.

Homepage Headliner: Standort der Werbeanzeige ist der obere Teil der Twitch-Startseite. Sie besteht aus zwei Bildern und einem ausgewählten Farbcode.

Medium Rectangle: Ein rechteckiger Anzeigenblock, der fixiert bleibt, während der Nutzer durch die Inhalte scrollt. Hier sind Bild sowie Animation und Bewegtbilder bis zu 15 Sekunden möglich.

Super Leaderbord: Die Anzeige wird Nutzern angezeigt, während sie nach Inhalten suchen.

 

Fazit

Twitch hat viele Möglichkeiten nicht nur mit Ads, sondern auch durch Sponsoring und Influencer Nutzer anzusprechen. Und obwohl sich die Plattform nicht mehr nur auf Videospiele und E-Sports konzentriert, findet sich vor allem eine Zielgruppe dort: Gamer. Werber sollten dies also bedenken und ihre Anzeigen dementsprechend gestalten, wie dieses kleine Beispiel zeigt.