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Photokina 2018

Auf nach Köln

Seit 1950 wird auf der Photokina der aktuelle Stand der Foto-, Video- und Filmtechnik sowie die zeitgemäße visuelle Darstellung und Verarbeitung im Foto- und Videobereich präsentiert und diskutiert. 

Die Fotomesse findet seit 1966 alle 2 Jahre regelmäßig in Köln statt. 

Für uns Fotografen und Bildbearbeiter keine Frage: Da müssen wir hin!

Licht

Nach Kaffee und Kuchen auf der Piazza haben wir uns ins Getümmel gestürzt, in Richtung Halle 2.1, wo die Anbieter von Blitz- und Dauerlicht ihre Produkte ausstellen.

LED-Licht für den Foto- und Videobereich ist nicht ganz neu allerdings ist hier eine deutliche Weiterentwicklung festzustellen.

Die Firma Carpetlight aus Hamburg z.B. präsentierte Lichtmatten, also in Tücher eingearbeitete LEDs, mit einer Größe von über 5 qm. Hier lassen sich Helligkeit und Farbtemperatur über ein Steuergerät für fast alle Lichtsituationen der Foto- und Videoaufnahme einstellen. Die sehr flexiblen Tücher können auf ein Gestell gespannt und nach Gebrauch sehr platzsparend verpackt werden. Die maximale Helligkeit ist hier schon beeindruckend.

Im Fokus lagen zudem mit Akku betreibbare Kompaktblitzköpfe, die oft schon ein LED-Einstelllicht verbaut haben.

Neben zahlreichen Anbietern aus Fernost stach die schwedische Firma Prophoto mit dem neuen Kompaktblitzkopf B10 heraus.

Ein extrem kompaktes Gerät mit einer Blitzleistung von 250 WS und einem Einstelllicht, das auch für Videoproduktionen nutzbar ist.

Blitzlicht wird wohl auch in Zukunft für die Fotografie unersetzlich bleiben. Allerdings wird LED-Licht immer mehr Foto- und Videolicht vereinen, was bislang in vielen Fällen noch ein Kompromiss ist.

Spiegelloses Vollformat

Nach unserer Lichtexkursion gingen wir weiter zum Nikon-Stand.
Neben den wirklich spektakulären, maschinengesteuerten Roboter/Kamera-Kombinationen von Nikon und MRMC (Bolt), die ihren Einsatz vor allem im Actionfilmbereich haben, war die Vorstellung der Nikon Z7 – der ersten spiegellosen Vollformat-Systemkamera – ein echter Publikumsmagnet. Damit haben inzwischen nahezu alle großen Player auf dem Kameramarkt dieses Segment bedient.

Die Unterschiede in der Bild-Qualität gegenüber den digitalen Spiegelreflexkameras sind inzwischen nur noch marginal oder gar nicht mehr vorhanden. Vorteile der spiegellosen Kameras sind die kompakte Bauweise (insbesondere bei Sony und Fuji), die die Fotografie wieder etwas mehr in den Alltag zurückholt, die hohe Qualität und flexible Einsatzmöglichkeiten im Videobereich (4K) sowie die verringerte Auslöseverzögerung gegenüber einer Spiegelreflexkamera.

Der elektronische Sucher bildet bereits das Bild ab, das sich später auf der Speicherkarte wiederfindet. So lassen sich Einstellungsveränderungen direkt beurteilen. Die Auswahl an Objektiven ist zwar noch etwas beschränkt, aber inzwischen gibt es für fast alle Anschlüsse Adapter, sodass man auch bestehende Objektive nutzen kann.

Spielplatz für Fotografen

„Möchte ich eine Olympus Kamera ausleihen oder nehme ich meine eigene Kamera?“. Diese Frage muss man sich stellen bevor man den Olympus Perspective Playground betreten darf. Dieser ist beliebt bei vielen Hobby-, Semiprofi- und Profifotografen. Denn auf großer Fläche entstehen durch Licht, Farbe und Perspektive viele – vermeintlich -individuelle Bildmöglichkeiten .

Das Ganze findet dann seinen Widerhall in sozialen Medien wie z.B. Instagram. Das ist ein enorm guter Marketingstunt, da Olympus eigentlich immer mit Namen erwähnt wird und die Begeisterung sowie die jeweils immer zuordbaren Motive nach außen dringen.

Neue Produkte konnten hier in sehenswerter Umgebung auf 2.000 qm zu tollen Bedingungen getestet werden. Es hat uns Spaß gemacht!

Fazit

Social Media ist auch auf der Photokina in vielen Bereichen ein bestimmendes Thema. Video kommt immer stärker in den Fokus und ergänzt das Portfolio vieler Fotografen. Die Technik richtet sich immer stärker auf Video bzw. auf die Doppelnutzung von Video und Foto.

Uns hat es auf jeden Fall super gefallen, es war sehr informativ, hat viel Spaß gemacht und wir konnten Einiges für uns mitnehmen.

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