Headline: für die Liebe auf den ersten Blick

Fünf Tipps, damit Überschriften und damit Texte besser gelesen werden

Auf Facebook, in der Pressemitteilung, im Newsletter: Wer schreibt, sollte seine Headlines nicht unterschätzen. Besonders im Internet entscheidet Sie über Hop oder Top, aber auch im Print ist sie die Haustür, durch die der Leser erst mal durch muss, am besten: die er mit Freude einrennt.

1.) Der Schreiber ist nichts. Der Leser ist alles.

Sie wissen ja, wem der Wurm an der Angel schmecken soll. Intelligentes Schreiben muss immer dem Leser gefallen. Ihr Können, ihr genialer Einfall, der schnelle Wortwitz: alles gut und schön, aber was interessiert den Leser wirklich? Gibt das die Headline wirklich wieder?

2.) Starke Trigger – führen zu Hirnzellen-Sex

Die Bildzeitung macht es täglich vor: Hitler, Porno, Sekte … ein Wort in der Überschrift sollte „explodieren“ und im Zusammenhang mit dem Inhalt einen wirklich „merkwürdigen“ Eindruck machen. Auch in viel gelesenen Tweets kann man täglich sehen, dass sich jemand diese Technik zu nutze macht.

3.) Schreiben Sie keine Headline – Schreiben Sie etwas Interessantes

„Klavier zu verschenken“.
Selbstläufer. Klar. Haben Sie Infos zu verschenken?
Dann rein damit, in die Headline. „Trabi überschlägt sich auf Nacktschnecken-Schleim“.
Was? Das interessiert mich.
„Optimierte Ergebnisse durch Lösungen aus einer Hand“
… zzzzzzzzzzz …

4.) Bringen Sie es kurz auf den Punkt

Kürzen Sie. Kürzen Sie. Kürzen Sie. Man wundert sich, wie wenig Inhalt man braucht um Zusammenhänge zu verstehen. Lassen Sie den Text nach Möglichkeit einen Tag liegen, und kürzen Sie mit frischen Augen – erbarmungslos – zusammen.

5.) Passt schon. Wirklich?

Schauen Sie dem Text, den Sie schreiben möchten, tief in die Augen: was steht wirklich drin, was möchten Sie vermitteln, was ist die Quintessenz? Und findet sich das auch in der Headline wieder?

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